Psychosomatik
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1. Der Begriff „Psychosomatik“ :
Bei „Psychosomatik“ stehen folgende drei Aspekte im Vordergrund : 1. Psychische und soziale Einflußfaktoren werden als Kausalfaktoren angenommen. Es wird jedoch meist nicht ausschließlich eine psychogene Ursache angenommen. 2. Psychische und somatische Komponenten jeder körperlichen Störung werden gleichzeitig und aufeinander bezogen beachtet. 3. Psychosomatische Störungen gelten als klassifikatorische Einheit, bezogen auf Organe, die überwiegend vom ANS innerviert werden. Halliday (1948) sah erstmals psychosomatische Krankheiten als klassifikatorische Einheit für psychogene Krankheiten an. Eine deskriptive Klasse besteht bis heute nicht, da fast alle sogenannten „psychosomatischen“ Krankheiten phänomelogisch nicht von primär organisch verursachten Krankheiten zu unterscheiden sind. Einige klassifikatorische Bemühungen seien nur kurz erläutert :
2. Einteilung der psychosomatischen Störungen
Nach Ähnlichkeiten von Symptombildern haben Studt u.a. (1974) eine Klassifikation mit taxometrischen Methoden versucht und vier Symptomgruppen unterschieden : a) zentrale Symptome (z.B. körperliche Erschöpfung) b) Randsymptome (z.B. Gleichgewichtsstörungen) c) Angrenzende Symptome (z.B. Durchfall) d) Trabantensymptome (z.B. Muskelkrämpfe)
Die Psychosomatik spielt auch in der Psychotherapie eine wichtige Rolle
Nach: Schmidt, L.R. & Becker, P. (1977). Psychosomatische Störungen. In E. Pongratz (Hrsg.). Handbuch der Psychologie, Bd. 8/1, S. 367-401. Göttingen : Hogrefe
