Ernährungsberatungen: Welche Kosten für Präventionsmaßnahmen werden von den Krankenversicherungen übernommen?
Falsche Ernährung, Bewegungsmangel, Haltungsprobleme. Diese Liste ließe sich ohne weiteres fortsetzen und zeigt nur einige Ursachen für die stetige Zunahme von Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Rückenschmerzen auf. Durch geeignete Präventionsmaßnahmen könnten viele dieser Ursachen frühzeitig ausgeschaltet werden. Angebote hierfür gibt es reichlich und ihre Zahl nimmt weiter zu, doch zahlen die Krankenversicherungen die entstehenden Kosten?
Angespannte Kassenlage bei den Krankenkassen
Ein kurzer Blick in die Tageszeitung genügt und schnell wird man fündig. Die Kassenlage sowohl der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherer ist angespannt. Da verwundert es nicht, dass immer mehr Leistungen gestrichen bzw. vom Patienten selbst übernommen werden müssen.
Kostenübernahme bei Präventionsmaßnahmen
Gilt dies nun auch für präventive Maßnahmen? Eine Ernährungsberatung oder ein angeleitetes Bewegungstraining beispielsweise kann bereits frühzeitig der Entstehung von Herzinfarkt oder Schlaganfall entgegenwirken. In seinen Leitlinien für Prävention hat der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen Ausführungen zur Kostenübernahme bei Präventionsmaßnahmen gemacht. Dort wird deutlich, dass auch die Versicherer vorbeugenden Maßnahmen einen hohen Stellenwert einräumen und durchaus zahlreiche Angebote bezuschussen oder die Kosten gänzlich übernehmen. Auch die privaten Versicherungen haben, je nach Tarif, unterschiedliche präventive Angebote zu bieten. Wer sich vor einem Abschluss über Tarifangebote informieren möchte, sollte einen Angebotsvergleich bei Krankenversicherung-Vergleich.de anfordern.
In jedem Fall sollte sich der Versicherte vor Beginn der gewünschten Maßnahme mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen, um nicht Gefahr zu laufen, die Kosten doch selbst tragen zu müssen.
Unterschiedliche Angebote
In der heutigen Zeit kommt der Ernährung eine Schlüsselfunktion im präventiven Gesundheitsmanagement zu. Wir essen häufig zu kalorien- und fettreich, nicht genügend Rohkost und zu große Mengen Fleisch. Durch chronischen Zeitmangel aufgrund zu vieler Verpflichtungen in Familie und Beruf und anderer Stressfaktoren bleibt oft nur Zeit für kurze Zwischenmahlzeiten und regelmäßige Bewegung ist für viele Menschen ein Fremdwort.
Eine Ernährungsberatung ist hier ein guter Anfang. Sie setzt bei einer Grundvoraussetzung des menschlichen Lebens, der Energiebereitstellung durch die Zufuhr von Nährstoffen, an. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen meist die Kosten für ein Gespräch mit einem Ernährungsberater und die Aufstellung eines Ernährungsplanes. Teilweise werden jedoch nur von einem Ökotrophologen durchgeführte Beratungen als erstattungsfähige Maßnahmen anerkannt. Um hier Überraschungen nach Erhalt der Rechnung zu vermeiden, sollte vorab mit der Versicherung die Kostenübernahme abgeklärt sein. Meist helfen die Versicherer gerne bei der Auswahl eines geeigneten Ernährungsberaters und man kann sich die eigene Suche ersparen.
Ernährungsbedingte Erkrankungen
Bei Krankheiten, die auf Ernährungsfehler zurückgeführt werden, wie beispielsweise Allergien, Herzinfarkt oder Diabetes, zahlen die Krankenkassen grundsätzlich die Kosten für eine Ernährungsberatung. Diese muss allerdings vom behandelnden Arzt verordnet werden. Auch hier schadet eine vorherige Rücksprache mit der Versicherung sicherlich nicht.
©2012 lexikon-gesundheit.info